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ICE-Zugunglück in Eschede

Am 3. Juni 1998 kam es in der Nähe des niedersächsischen Eschede auf der Bahnstrecke Hannover-Hamburg zu einem schrecklichen Zugunglück. Ein ICE entgleiste bei einer Geschwindigkeit von ca.200 km/h.

Nach dem der Zug aus den Schienen gesprungen war, schlugen ein Waggons gegen einen Brückenpfeiler, dieser Stürzte zusammen und begrub einen Waggon unter sich und zwei Bahnarbeiter. Die nachfolgende Waggons krachen aufgereiht wie ein Zollstock in die inzwischen zusammengestürzte Brücke. Die vorderen Waggons kamen noch durch die Brücke durch, einer stürzte in die Böschung, drei kamen auf den Gleisen zum Stehen. 101 Menschen starben, 196 wurden verletzt, davon 88 schwer.

Hintere Wagen des ICE schoben sich wie gestapelt ineinader.        Fotograf: Nils Fretwurst

Als erstes war die Feuerwehr aus Eschede vor Ort. Weitere Feuerwehren und Rettungshubschrauber kamen aus Celle und Hannover. Zusätzlich kam eine Hubschrauberstaffel der Bundeswehr zu Hilfe. In Celle war an diesem Tag ein Lehrgang für die Berufsfeuerwehr. Dort wurde der Funkverkehr mitgehört und 37 Teilnehmer eilten zur Unglücksstelle, In Eschede gaben Sirenen Alarm, Anwohner gingen zur Unfallstelle und halfen. Auf einer Wiese wurde ein Notlazarett eingerichtet. Insgesamt waren über 2000 Menschen an der Hilfsaktionen beteiligt.

Als Ursache gab eine Sonderkommission der Polizei einen technischen Defekt an: Ein Radreifen brach aufgrund von „Materialermüdung“. Drei Ingenieure, denen man eine Mitschuld an den technischen Ursachen vorwarf, mussten je 10.000 DM zahlen, worauf die Verfahren eingestellt wurden. Die Bahn AG zahlte den Hinterbliebenen für jedes Todesopfer 30.000 DM.