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Angebliche Hitler-Tagebücher blamieren den Stern

Am 28. April 1983 erschien eine Ausgabe der Zeitschrift Stern mit dem Aufmacher angebliche Hitler-Tagebücher entdeckt zu haben. „Teile der deutschen Geschichte müssen umgeschrieben werden“, tönte es aus der Hamburger Stern-Redaktion. Nicht nur Stern Reporter Gerd Heidemann war auf den Kunstfälscher Konrad Kujau hereingefallen, auch Historiker wie Hugh Trevor-Rover und Gerhard Weinberg, sowie das LKA Rheinland-Pfalz bestätigten die „Echtheit“ der Tagebücher. Obwohl eine Überprüfung durch das BKA noch nicht abgeschlossen war, und es mehr als Genug Zweifel gab, feierten der Stern am 25. April 1983 in einer aberwitzigen PR-Aktion mit geladener internationale Presse die historische Sensation: 27 Fernsehteams und 200 Reporter halfen die Scharade zu vermarkten. Nach erscheinen des Stern-Ausgabe über die Hitler-Tagebücher erklärte das BKA die „Sensation des Jahrhunderts“ zur Fälschung: Einige Materialien der Dokumente gab es zu Hitlers Lebzeiten noch nicht. Welch ein Glück,dass der Stern die Ausgabe mit der Sensation um 50 Pfennig teurer verkauft hatte – so kam wenigstens etwas von den 9,3 Millionen DM wieder rein. Soviel hatte sich das Hamburger Magazin den Betrug kosten lassen. Kujau und Heinemann wurden beide zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die 9,3 Millionen sind verschwunden. Der Stern brauchte ein paar Monate, die Auflage wieder auf den Stand vor den Tagebüchern zu heben. 1992 erinnerte Regisseur Helmut Dietl mit dem oscarnominierten Film „Schtonk!“ nochmal an die peinlichste Geschichte der bundesdeutschen Medien.